Was soll ich mal werden? – Projekt zur Studienorientierung


Was soll mal aus mir werden? Was kommt nach der Schule auf mich zu? Was möchte ich machen? All diese Frage schwirren so manchem Schüler im Kopf herum. Selbst in der Oberstufe sind noch einige ratlos. Deswegen fand im Herbst ein Projekt für die Klassen 10, 11 und 12 des Gymnasiums statt.

Die Universität Greifswald, die Hochschule Wismar, die Universität in Rostock und auch die Hochschule in Neubrandenburg stellten sich innerhalb von je 90 Minuten bei den Klassen vor. Laut eigener Aussage meinten sie, ihr Ziel wäre es, die Schüler für die Zukunft zu begeistern und ihnen die Angst vor dem Studium zu nehmen. Der Erfahrungswert war zwar bei jedem von ihnen unterschiedlich, aber am Ende des Projekts hatte dann doch jeder einen Überblick über die bildenden Einrichtungen.

Aus Wismar kam eine Studentin, die besonders die Fakultät Kunst thematisierte und den Campus und die nähere Umgebung vorstellte. Locker, aber sachlich führte sie die Gruppen durch die Stunden und ging dabei auf einzelne Fragen ein.

Der Auszubildende aus Greifswald war nicht nur Student sondern gleichzeitig auch Campusspezialist und konnte die Universität Greifswald ausführlich vorstellen. Auch auf die Einstellung der Studenten ging er ein und schaffte damit ein angenehmes Bild der Universität Greifswald.

Vanessa Stöter interviewte die Gäste der vier Hochschulen, hier der Vertreter aus Rostock.

Die Universität aus Rostock hingegen war durch jemanden vertreten, der oft von Schule zu Schule ging, um Projekte dieser Art überall durchzuführen. Dadurch war eine gewisse Sicherheit und Routine während seines Vortrags zu bemerken. Die Schüler bekamen viel Wissen über das Studieren selbst und eben über Rostock im speziellen.

Die Vertreterin aus Neubrandenburg baute ihren Vortrag auf die Fragen und Anmerkungen der Schüler auf und ging somit auf einzelne, angefragte Gebiete noch einmal extra ein. Sie selber ist nämlich der Meinung, dass man Schülern und Kindern nicht nur Wissen vermitteln sollte. Man solle ihnen auch das Wort übergeben, um etwas von ihnen lernen zu können.

Am Ende dieses Projekttages lautete das Fazit aller Schüler verschieden. Einige sind der Meinung, dieses Projekt sei sehr hilfreich, eben genau dann wenn man noch nicht wisse, was aus einem werden soll. Andere hingegen, die sich schon eine eigene Meinung über die Einrichtungen gebildet haben oder diejenigen, die bisher noch gar nicht in die Richtung Studium gedacht haben, fanden den Tag zwar informativ und hilfreich, allerdings auch teilweise zu umfangreich. So sah es hauptsächlich die Klassenstufe 10, da sich in den Jahren eben doch noch viel verändern kann und wird.

Aber letztendlich brachte das Projekt für jeden etwas. Manche sind sich nun sicher, was sie auf jeden Fall oder was sie eben nicht machen möchten. Andere haben jetzt ein besseres Bild von den Universitäten und Hochschulen in näherer Umgebung. Und wieder andere haben sich einfach eine Meinung über das Studium bilden können. Jeder hat also etwas für sich selbst mitnehmen können, wodurch doch jeder einen weiteren Schritt in Richtung Zukunft gegangen ist. Auch an dieser Stelle nochmal ein ganz herzliches Dankeschön an die Leute, die das Projekt an unserer Schule, durchgeführt haben.

Text: Vanessa Stöter (GY 10b)
Fotos: Helene Riemann (GY 10b)

Im goldenen Oktober nach Alexandrowka


Bei herrlichem Sonnenschein begab sich der Oberstufenrussischkurs des Gymnasialen Schulzentrums „Fritz Reuter“ Dömitz am 17. Oktober  2017 auf Reisen. Das Ziel der traditionellen Exkursion war die russische Kolonie Alexandrowka in Potsdam. 

Kolonie Alexandrowka. | Fotos: privat

Nach der Ankunft besichtigten die Gymnasiasten zunächst die Alexander-Newski-Kirche auf dem Kapellenberg . Im Anschluss folgte das Highlight der Tagestour: der Aufenthalt in der russischen Teestube. Selbstverständlich wurden die landestypischen Getränke und Speisen, zum Beispiel Tee, Soljanka, Pelmeni und Moskauer Sahneeis, auf russisch bestellt. Gut gestärkt ging es mit dem Programm im Museum der Siedlung weiter. Nach der Besichtigung der Ausstellung versammelten sich alle Schülerinnen und Schüler schließlich im benachbarten Obstgarten, um dort ihre im Vorfeld vorbereiteten themengerechten Vorträge zu halten. So informierten sich die Exkursionsteilnehmer untereinander über den Aufbau, die Geschichte sowie die Bewohner  der Kolonie. Außerdem wurde Bezug auf die Architektur der Holzhäuser, die russische Musik, die historischen Persönlichkeiten Zar Alexander I. sowie König Friedrich Wilhelm III. und die nationale Küche genommen. Zur Untermalung der Vorträge hatten die Elft- und Zwölftklässler Bilder, die Nationalhymne des Landes und sogar einen russischen Zupfkuchen mitgebracht. Letzteren verspeisten sie abschließend mit großem Genuss.

Elke Gurck, eine ehemalige Lehrerin der Schule, die mit auf Exkursion war, äußerte sich hinterher lobend über die Qualität  der Präsentation der Themen und das souveräne Auftreten der Gymnasiasten. Befragt durch ihre Russischlehrerin Susanne Czapla, benannten die Schülerinnen und Schüler zum Schluss ihre Höhepunkte der Tagestour: die Pelmeni, die Vorträge sowie den russischen Zupfkuchen. Aber auch die informative Ausstellung im Museum fand großen Anklang bei den Ausflüglern. Nach einer kurzen Freizeit in den Bahnhofspassagen  erfolgte die Rückfahrt nach Wittenberge und anschließend in die Heimatorte. Somit ging ein interessanter  und aktionsreicher  Unterrichtstag in besonderer Form zu Ende. (scz)

Gemütlich ging es in der russischen Teestube zu. Getränke und Speisen schmeckten den Dömitzer Gymmis bestens.