Nachhaltigkeit thematisiert


Am Mittwoch vor den Sommerferien wurde ein Projekttag von Frau Lindner und ihren Referendaren für die 9. Klassen des Gymnasiums organisiert, an dem sie sich mit dem großen Thema Nachhaltigkeit beschäftigt haben. Es wurde unter anderem biologisch-abbaubare Folie hergestellt oder sich mit dem Thema beschäftigt, welche Auswirkungen Mikroplastik im Meer auf die Nahrungsketten hat. Das Projekt schien auch bei sehr vielen Schülern gut anzukommen und war auch für mich ein schönes Projekt.

Text: Martin Francke (GY9a)

Im Chemieraum stellten die Schüler biologisch-abbaubare Folie her. | Fotos: Martin Francke

Auch die immense Menge, die jeder Mensch an Müll produziert, wurde in den Blickpunkt genommen.

„Demokratie auf Achse“ gastiert in Dömitz


Es fiel auf, dass kürzlich etliche Jugendliche des Gymnasialen Schulzentrums in den Pausen oder im Bus in kleinen Ausgaben des Grundgesetzes blätterten. Erhalten hatten es die 8. und 9. Klassen der Regionalen Schule und des Gymnasiums bei ihrem Besuch des Projekts „Demokratie auf Achse“ der Landeszentrale für politische Bildung. Zwei Tage lang stand der umgebaute Linienbus auf dem Schulhof in Dömitz. Darin wartete Projektmitarbeiter Carsten Socke auf die beteiligten Klassen, lud sie ein zu Quiz und Gesprächen rund um die Themen Landesgeschichte und Bundespolitik, wobei natürlich auch das Grundgesetz oder Regierungsarbeit zur Sprache kamen. „Am Ende konnten sich alle noch Kartenspiele, Bildungsmaterial oder eben ein Grundgesetz einstecken“, freute sich Sozialkunde-Lehrer Raimund Schneider über das gelungene Projekt. (ttr)

Foto: R. Schneider

Beeindruckende Aufführung in der Aula


Auf beeindruckende Weise gelang es dem Theaterensemble Radiks aus Berlin vor kurzem, am Schulzentrum Dömitz Themen wie Freundschaft und Fremdenfeindlichkeit, Respekt und Gewalt zu thematisieren. „Sie haben das wirklich gut rübergebracht und stark gespielt“, fand beispielsweise Achtklässlerin Jette Fanslau und auch ihre Mitschüler waren von der Leistung der Schauspieler schlichtweg begeistert.

Joscha (rechts) und Melek begegnen sich voller Vorurteile und Antipathie wieder. Mit ihrem ausdrucksstarken Spiel zogen die Darsteller die Schüler schnell in ihren Bann. | Fotos: Denise Hirte

Das Stück „Wir waren mal Freunde“ erzählt die Geschichte eines Jugendlichen, der in Verdacht gerät, ein in Bau befindliches Asylbewerberheim angezündet zu haben. In der anschließenden Aufarbeitung des Themas begegnet er einer muslimischen Mitschülerin, die er seit der Grundschule aus den Augen verloren hat. Das neuerliche Aufeinandertreffen ist zunächst von den gegensätzlichen Lebensentwürfen und beiderseitiger Ablehnung geprägt. In Rückblenden wird den Fragen nachgegangen, warum die Jugendlichen so unterschiedliche Vorstellungen von Ehre, Herkunft und sozialem Status haben, welche Wertvorstellungen sich daraus ergeben und wie sie damit umgehen.

„Ich fand die Message des Stücks gut“, urteilte Schülerin Madlen Brilz und führte aus, „es sind beide Seiten erklärt worden. Man konnte im Prinzip jeden verstehen.“ Eine Ansicht, die viele Schüler teilten, denn die Macher des Stücks gingen nicht mit erhobenem Zeigefinger durch die Reihen, sondern überließen den Schülern selbst, die Antwort auf die sich aufdrängenden Fragen zu finden. Genau an dieser Stelle setzte der zweite Baustein des Projekts ein: Eine gemeinsame Diskussionsrunde mit den Schauspielern, um dort weiter zu arbeiten, wo das Stück aufhört, selbst zu denken und zu urteilen ohne zu verurteilen.

„Das Stück hat gezeigt, dass man auch zusammenhalten kann und nicht alles ablehnen muss. Und schließlich, was Freundschaft eigentlich ausmacht“, resümierte Marlow Guhlhoff. So wie der Achtklässler fanden viele der Jugendlichen die Aufführung beeindruckend und gewinnbringend. Möglich wurde das Theater in der Aula indes nur durch eine enge Zusammenarbeit mit dem Jugendklub Neu Kaliß und dessen engagierter Leiterin Karin Koch, sowie dem Landkreis Ludwigslust-Parchim. Letzterer unterstützte den besonderen Auftritt des Ensembles im Rahmen des Projekts „Demokratie leben“ finanziell. (ttr)