Ärzte informieren zu Gesundheitsthemen


Gesundheitsthemen von Verhütung bis zur Vorsorge rückten kürzlich für die Achtklässler des Gymnasialen Schulzentrums Dömitz in den Fokus. Mit Dr. Kai Fiebag und Dr. Karen Reinecke, beides Ärzte aus Hamburg, hatten die Jugendlichen kompetente Ansprechpartner, die ihnen eine Stunde lang Rede und Antwort standen und so manch knifflige Frage zu lösen wussten.

Das besondere dabei: Die Ärzte engagieren sich in ihrer Freizeit für die Jugendlichen. „Man kann heutzutage vieles heilen, aber das allerwichtigste ist in meinen Augen die Prävention“, begründete Reinecke ihre Motivation, morgens aufzustehen, um von Hamburg nach Dömitz zu kommen und mit den Schülern über Gesundheitsthemen zu sprechen.

Bei den Jugendlichen kam diese besondere Unterrichtsstunde gut an. „Ich konnte ganz viele Fragen stellen“, freute sich eine Achtklässlerin über die sympathische Ansprechpartnerin. „Manche Klasse wollte gar nicht wieder weg, so interessant fanden sie es“, beobachtete auch die Ärztin, die den Wissensstand der Schüler in Dömitz ausdrücklich lobte. In den insgesamt vier Durchgängen betreute sie jeweils die Mädchen der Klasse, während ihr Kollege, der als Urologe ebenfalls sehr viel Fachwissen mitbrachte, mit den Jungen sprach und auch manch heikles Thema nicht ausließ. „Die Jugendlichen müssen ihren Körper kennen“, betonte Reinecke, denn nur so könnten sie auch die nötige Verantwortung für sich übernehmen.

Die Ärztliche Informationsstunde war ein gelungener Beitrag zu diesem wichtigen Thema, das ohnehin im Unterricht verankert ist, mit Hilfe der Mediziner nun aber vertieft wurde. Die beiden Besucher haben mit ihrer lockeren Art einen schönen Beitrag dazu geleistet und spürbar Spaß dabei gehabt. Und auch die Schüler hat das Projekt nachhaltig beeindruckt. Angeboten wird es übrigens von der Ärztlichen Gesellschaft zur Gesundheitsförderung und durch verschiedene Partner unterstützt. Im konkreten Fall durch die Knappschaft und ihr Projekt „Ich bin mir wichtig“. (ttr)

„Demokratie auf Achse“ gastiert in Dömitz


Es fiel auf, dass kürzlich etliche Jugendliche des Gymnasialen Schulzentrums in den Pausen oder im Bus in kleinen Ausgaben des Grundgesetzes blätterten. Erhalten hatten es die 8. und 9. Klassen der Regionalen Schule und des Gymnasiums bei ihrem Besuch des Projekts „Demokratie auf Achse“ der Landeszentrale für politische Bildung. Zwei Tage lang stand der umgebaute Linienbus auf dem Schulhof in Dömitz. Darin wartete Projektmitarbeiter Carsten Socke auf die beteiligten Klassen, lud sie ein zu Quiz und Gesprächen rund um die Themen Landesgeschichte und Bundespolitik, wobei natürlich auch das Grundgesetz oder Regierungsarbeit zur Sprache kamen. „Am Ende konnten sich alle noch Kartenspiele, Bildungsmaterial oder eben ein Grundgesetz einstecken“, freute sich Sozialkunde-Lehrer Raimund Schneider über das gelungene Projekt. (ttr)

Foto: R. Schneider

Beeindruckende Aufführung in der Aula


Auf beeindruckende Weise gelang es dem Theaterensemble Radiks aus Berlin vor kurzem, am Schulzentrum Dömitz Themen wie Freundschaft und Fremdenfeindlichkeit, Respekt und Gewalt zu thematisieren. „Sie haben das wirklich gut rübergebracht und stark gespielt“, fand beispielsweise Achtklässlerin Jette Fanslau und auch ihre Mitschüler waren von der Leistung der Schauspieler schlichtweg begeistert.

Joscha (rechts) und Melek begegnen sich voller Vorurteile und Antipathie wieder. Mit ihrem ausdrucksstarken Spiel zogen die Darsteller die Schüler schnell in ihren Bann. | Fotos: Denise Hirte

Das Stück „Wir waren mal Freunde“ erzählt die Geschichte eines Jugendlichen, der in Verdacht gerät, ein in Bau befindliches Asylbewerberheim angezündet zu haben. In der anschließenden Aufarbeitung des Themas begegnet er einer muslimischen Mitschülerin, die er seit der Grundschule aus den Augen verloren hat. Das neuerliche Aufeinandertreffen ist zunächst von den gegensätzlichen Lebensentwürfen und beiderseitiger Ablehnung geprägt. In Rückblenden wird den Fragen nachgegangen, warum die Jugendlichen so unterschiedliche Vorstellungen von Ehre, Herkunft und sozialem Status haben, welche Wertvorstellungen sich daraus ergeben und wie sie damit umgehen.

„Ich fand die Message des Stücks gut“, urteilte Schülerin Madlen Brilz und führte aus, „es sind beide Seiten erklärt worden. Man konnte im Prinzip jeden verstehen.“ Eine Ansicht, die viele Schüler teilten, denn die Macher des Stücks gingen nicht mit erhobenem Zeigefinger durch die Reihen, sondern überließen den Schülern selbst, die Antwort auf die sich aufdrängenden Fragen zu finden. Genau an dieser Stelle setzte der zweite Baustein des Projekts ein: Eine gemeinsame Diskussionsrunde mit den Schauspielern, um dort weiter zu arbeiten, wo das Stück aufhört, selbst zu denken und zu urteilen ohne zu verurteilen.

„Das Stück hat gezeigt, dass man auch zusammenhalten kann und nicht alles ablehnen muss. Und schließlich, was Freundschaft eigentlich ausmacht“, resümierte Marlow Guhlhoff. So wie der Achtklässler fanden viele der Jugendlichen die Aufführung beeindruckend und gewinnbringend. Möglich wurde das Theater in der Aula indes nur durch eine enge Zusammenarbeit mit dem Jugendklub Neu Kaliß und dessen engagierter Leiterin Karin Koch, sowie dem Landkreis Ludwigslust-Parchim. Letzterer unterstützte den besonderen Auftritt des Ensembles im Rahmen des Projekts „Demokratie leben“ finanziell. (ttr)