Erinnerungen an die „Friedliche Revolution“


Zwölf lebensgroße Aufsteller zogen im Schulzentrum Dömitz kürzlich die Augen auf sich.

Mit mehr als hundert Fotos zeichnete eine Wanderausstellung die Zeit der „friedlichen Revolution im Norden“ nach und war damit vor allem für die älteren Schüler eine passende Ergänzung zum Unterrichtsstoff. Burkhard Bley, Stellvertreter der Landesbeauftragten MV für die Aufarbeitung der SED-Diktatur, war sogar eigens zur Eröffnung an die Elbe gekommen und damit in eine Region, in der die Trennung der beiden deutschen Staaten für die Bewohner alltäglich vor Augen lag.

Liesbeth Duwe (links) und Charlene Pilarski gestalteten zwei Aufsteller mit Fotos von den Dömitzer Grenzanlagen. | Fotos: Denise Hirte

Die Bilder daran sind fast vergessen, für heutige Jugendliche ohnehin Geschichte weit vor ihrer Geburt. Daher machten sich die beiden Zehntklässlerinnen Charlene Pilarski und Liesbeth Duwe daran, dieses Kapitel regionaler Geschichte für ihre Mitschüler aufzubereiten. Ihre beiden Schautafeln unter dem Thema „Die Dömitzer Grenzanlagen zwischen 1961 und 1992“ bereicherten die Wanderausstellung und stellten zugleich einen wichtigen lokalen Bezug her. „Was? So das mal hier aus?“, fragten so manche Schüler, als sie die Gegenüberstellungen der historischen Bilder mit den heutigen Plätzen verglichen und auf einmal erlebten, dass Geschichte eben nichts Fernes ist, sondern auch direkt vor der Tür passiert. (ttr)

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