Chöre stimmen auf Weihnachten ein


Mit den Pop-Klassikern „Wonderful Dreams“ und „Merry Christmas everyone“ verabschiedeten die rund 50 Sänger der Chöre des Schulzentrums Dömitz ihre Gäste in die letzten Tage bis Weihnachten. Mit viel Applaus und einem Lächeln auf den Lippen bedankte sich das Publikum bei den Aktiven, die wieder einmal ein abwechslungsreiches und gelungenes Programm auf die Beine gestellt hatten, das für jeden etwas bot.

Dass Weihnachten indes nicht jeden begeistert, parodierten Helene Riemann und Hanna-Sophie Lengemann in ihren Moderationen, doch Schritt für Schritt stellte sich auch bei ihnen die festliche Stimmung ein. Zu der trugen natürlich die Chorstücke, aber auch so manch instrumentaler Höhepunkt ein. So versetzte bereits die von Martin Keller geschriebene „Träumerei“, die Jan Ole Trumpf am Klavier darbot, die Zuhörer in den vorweihnachtlichen Modus, ehe der Chor zu „Guten Abend, schön Abend“ einzog. Auch Birte Holtz (Querflöte), Mena Witt (Klavier, u.a. mit dem traumhaft schönen „Nuvole Bianche“) und die Akkordeongruppe wussten später mit ihren Soli und Duetten zu überzeugen.

Den beiden Verantwortlichen Katrin Heitmann und Bernd-Uwe Gührs ist es hervorragend gelungen, Gänsehautmomente und schwungvolle Lieder abzuwechseln, Ruhepunkte zu setzen und ihre Zuhörer beim gemeinsamen Singen mitzunehmen. Höhepunkte dabei waren gewiss die zwar nicht weihnachtliche, aber vom Oberstufen-Kammerchor hervorragend gesungene „Bohemian Rhapsodie“ oder Karl Jenkins wundervolles Chorstück „Adiemus“. Eine gelungene Idee war zudem der Auftritt von Zwölftklässlerin Ronja Kirchner und einem ganzen Schwung Fünftklässler mit dem Song „In the Arms of an Angel“. Die erfahrene Stütze des Chors nahm den Nachwuchs so gekonnt mit, dass sich das Schulzentrum wohl keine Sorge um die nächste Sänger-Generation machen muss.

Gelacht werden durfte selbstverständlich auch. Dazu trugen ehemalige Lehrer der Schule mit ihrer sehr eigenwilligen Peter-Maffay-Interpretation bei, aber auch Robin Harders pointierte Rezitation von Udo Jürgens „Weihnachtsüberraschung“. Janus Pidt hingegen setzte mit dem Gedicht „Leise fällt ein Schnee“ einen eher besinnlichen Akzent, der ebenso zur Vorweihnachtszeit dazugehört.

Und so war es kein Wunder, dass auch die Moderatorin Helene von Stück zu Stück mehr auftaute und am Ende wohl doch etwas der Feststimmung mitnahm. Oder wie sie es formulierte: „Die Weihnachtslieder gehören ja dazu, also für das Publikum – natürlich.“

Text: Tilman Treue
Fotos: Mena Witt (10), Tilman Treue (1)

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