Blühende Kartoffeln und das Erbgut einer Banane


Ein ganz besonderes Gewächshaus durften sich die Elftklässler unserer Schule im kleinen Örtchen Groß Lüsewitz im Landkreis Rostock anschauen. Es stand voll mit weiß- und rotblühenden Kartoffelpflanzen aller nur denkbaren Sorten. In einem rund einstündigen Vortrag erfuhren sie eine Menge rund um die beliebte Knolle, durften sich neben den Pflanzen auch in-vitro-Kulturen anschauen. Die Außenstelle des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) besitzt eine weltweit beachtete Sammlung von tausenden Kultur- und Wildkartoffelmustern, die dort erforscht, bewahrt und vermehrt werden.

Der Besuch bei  der Groß Lüsewitzer Kartoffel-Sortimente passte sich dabei ebenso gut in das Kursthema Genetik und Gentechnologie ein wie der parallele Praxisteil im Schülerlabor des Forschungsverbunds Mecklenburg-Vorpommern. Dort isolierten die Schüler zunächst mit einfachen Mitteln das Erbgut einer Banane, ehe Laborleiterin Dr. Anke Scheunemann vorführte, wie ein genetischer Fingerabdruck in der Kriminalistik genutzt wird, um einen Täter zu überführen. Die Wirkungsweise von Restriktionsenzymen, den Ablauf einer Gelelektrophorese und den Abgleich der entstehenden Bandenmuster kannten die Schüler bereits aus dem Unterricht, hier konnten sie die Anwendung dieser gentechnischen Methoden jedoch einmal hautnah miterleben.

Tilman Treue

In den Gewächshäusern des IPK bestaunten die Dömitzer Elftklässler die blühenden Kartoffelpflanzen. | Foto: Tilman Treue